Welche Möglichkeiten gibt es, zwei Servoantriebe Lexium 32 synchron bzw. in der Betriebsart „elektrisches Getriebe“ zu verfahren?
Für den Master-Slave-Betrieb („elektrisches Getriebe“) gibt es zwei Möglichkeiten, Servoachsen drehzahl- und/oder positionssynchron zu steuern:
1. Über die PTO/PTI-Schnittstellen CN4/CN5 am LXM32
In der Betriebsart „Electronic Gear“ (elektronisches Getriebe) erfolgt die Bewegung auf Basis externer Führungssignale.
Diese werden über einen einstellbaren Getriebefaktor in einen Positionswert umgerechnet.
Als Führungssignale können A/B-, P/D- oder CW/CCW-Signale verwendet werden.
Dabei stehen drei Betriebsarten zur Verfügung:
Positionssynchronisation ohne Ausgleichsbewegung:
Während einer Unterbrechung durch einen Halt oder einen Fehler der Fehlerklasse 1 werden eingehende Führungssignale nicht berücksichtigt.
Positionssynchronisation mit Ausgleichsbewegung:
Während einer Unterbrechung durch einen Halt oder einen Fehler der Fehlerklasse 1 werden eingehende Führungssignale berücksichtigt und die daraus resultierende Positionsabweichung ausgeglichen.
Geschwindigkeitssynchronisation:
Die Bewegungsgeschwindigkeit wird mit den eingehenden Führungssignalen synchronisiert.
2. Über einen Echtzeit-Feldbus, z. B. CANmotion oder EtherCAT
Hierfür wird ein Motion Controller benötigt, der die Achsen zentral synchronisiert. Funktionsbausteine wie MC_GearIn und MC_GearOut übernehmen unter anderem die oben beschriebenen Funktionen.
Eine detaillierte Beschreibung finden Sie im jeweiligen Gerätehandbuch.